Auch die SGU streicht die Segel

Goodbye Verbandsliga: Auch die SG Unter-Abtsteinach muss den wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise Tribut zollen und zieht sein Team aus finanziellen Gründen zurück. Foto: Frank Leber (Archiv)

Paukenschlag im Überwald: Mit der SG Unter-Abtsteinach zieht der zweite Verein der Verbandsliga Süd sein Team aus dem Spielbetrieb zurück und tritt aufgrund der durch die Corona-Pandemie entstandenen wirtschaftlichen Schäden, in der kommenden Saison in der Kreisoberliga Bergstraße an. Auch die zweite Mannschaft, die kurz vor der dritten Meisterschaft in Folge stand, muss auf den wahrscheinlichen Aufstieg in die Gruppenliga verzichten. Beide Mannschaften fusionieren künftig zu einem Team.

Jürgen Wetzel, Zweiter Vorsitzender der SGU und gleichzeitig Hauptsponsor, schätzt den sportlichen Rückschritt realistisch ein: „Natürlich ist der Rückzug in die Kreisoberliga sehr bitter für uns. Aufgrund der finanziellen Mittel war dieser Schritt aber alternativlos. Denn wir stemmen nur das, was wir auch stemmen können. Somit müssen wir uns in der nächsten Saison etwas Neues aufbauen.“ Aktuell bezieht der Verein keinerlei Einnahmen, da wichtige Veranstaltungen nicht stattfinden können. Fehlendes Geld, welches ein tiefes Loch in die Kassen der SGU reißt.

Trotz der negativen finanziellen und sportlichen Situation gibt es aber auch eine gute Nachricht für die Schwarz-Roten. Cheftrainer Marcus Lauer wird der SGU nicht den Rücken kehren und das Team auch in der Kreisoberliga an der Seitenlinie betreuen. Der 34-Jährige sieht den Verbleib in Unter-Abtsteinach als Zeichen des Zusammenhalts: „Ich möchte dem Verein etwas zurückgeben. Wir haben uns etwas gemeinsam aufgebaut, was man jetzt nicht so einfach wegwerfen kann.“ Für Lauer war die Nachricht des Verbandsliga-Rückzugs ein Schock. Gedanken macht er sich vor allem um seine Spieler: „Das sitzt alles noch sehr tief in den Knochen. Mit so etwas habe ich wirklich nie gerechnet und bin traurig. Wir sind zur gestandenen Verbandsliga-Truppe gereift. Dass wir jetzt von ganz vorne anfangen müssen, ist nicht nur für den Verein, sondern auch für die Spieler wie ein Schlag ins Gesicht. Und vieles ist jetzt noch unklar.“

In der Tat wird sich im Kader der SGU einiges ändern. Während Gespräche mit möglichen Neuzugängen aus Eis gelegt wurden, kommt es nun darauf an, eine schlagfertige Mannschaft für die Kreisoberliga zu formen. „Wir werden mit einigen Spielern reden müssen und versuchen, einen gesunden Mix aus den noch bestehenden beiden Teams zu finden. Es ist allerdings fraglich, ob wir direkt wieder oben mitspielen können“, erklärt Lauer. Das sieht Jürgen Wetzel ähnlich. Auch er weiß, dass bei der SGU in Zukunft wieder „kleinere Brötchen gebacken werden.“

Quelle: FuPa.net

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